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Erinnerung an den Bau des Neuen Gemeindehauses

Die Grundsteinlegung

Urkunde

zur Grundsteinlegung des Gemeindehauses der Ev.-luth. Kirchengemeinde Barkhausen-Rabber

 Heute, am 11. Sonntag nach Trinitatis, am 29.08.1976, wird der Grundstein zum Gemeindehaus in Rabber gelegt.

 Der Neubau ist für die Gemeindearbeit unbedingt erforderlich; denn das alte Gebäude mit nur einem größeren Saal reicht nicht aus, um alle Veranstaltungen (Kindergottesdienst, Jugendstunden Pfadfinderkreise, Unterricht für die Vor- und Hauptkonfirmanden, Übungsstunden des Kirchen- und Posaunenchores, Zusammenkünfte des Frauenkreises usw.) aufnehmen zu können.

 Die Finanzierung verlangt von der Gemeinde eine hohe Spendensumme. Eine Haussammlung erbrachte den erfreulichen Betrag von rund 60.000 DM. Hinzu kommen viele Einzelspenden. Auch ist zu erwähnen, dass durch einen geradezu vorbildlichen Einsatz von freiwilligen Helfern viel Geld eingespart werden kann. Zudem verfügt die Kirchengemeinde durch sparsames Wirtschaften über Rücklagen, die nun mit in dieses Projekt fließen können. Der Kirchenkreis Melle und der Landkreis Osnabrück fördern das Vorhaben durch erhebliche Zuschüsse.

 Die Planungsarbeiten wurden vom landeskirchlichen Amt für Bau- und Kunstpflege in Hannover und dessen Außenstelle in Osnabrück durchgeführt. Die Gesamtkosten für den Bau und für die Einrichtung sind auf 405.000 DM veranschlagt.

Zur Zeit der Grundsteinlegung ist

Dr. Eduard Lohse Landesbischof der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers,

Dr. Kurt Schmidt-Clausen Landessuperintendent des Sprengels Osnabrück,

Hans-Joachim Rauer Superintendent des Kirchenkreises Melle,

Fritz-Wilhelm Renzelberg Pastor der eigenen Gemeinde.

Dem Kirchenvorstand gehören neben dem Ortspastor an:

Friedrich Böhning, Linne

Hans Georg Gerdes, Brockhausen

Karl Hüsemann, Rabber

Wilhelm Johanniemann, Rabber

Heinrich Mithöfer, Barkhausen

Heinrich Oberdiek, Linne

Gerd Simon, Barkhausen

Rudolf Schoster, Brockhausen

 Stellvertreter:

Friedrich Eickmeyer, Linne

Leo Preiss, Barkhausen

Günter Weingarten, Rabber

 Die Aufgaben der Schwesternstation in der eigenen Gemeinde liegen bei Diakonisse Charlotte Raeder.

Das Kirchenkreisamt Melle, das sich für den Neubau sehr stark einsetzt, leitet Dietrich Bartels.

 Dieser Urkunde sind beigefügt: die Baupläne, Münzen der jetzigen Währung, das Wittlager Kreisblatt vom 28.08.1976

 Vor dieser Grundsteinlegung ist ein Gottesdienst gehalten worden. Dabei ist über 1.Kor.3,11 gepredigt worden: „Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ Dieser Vers möge als Leitspruch für das neue Gemeindehaus dienen.

 Bad Essen 1 / Rabber, den 29.08.1976

 (Siegel)                                                                          &a

 (Siegel)                                                                          &a

 

Ehrenamliche und die Baumassnahmen

Die Einweihung und Einsegnung

Gemeindehaus dem Dienst an Gott geweiht

 Der 2. Sonntag nach Ostern 1977, Misericordias Domini, wird einmal als ein besonders denkwürdiger Tag und Markstein in den Annalen der Kirchengemeinde Barkhausen-Rabber eingehen. Knapp 11 Monate nach dem offiziellen Baubeginn am 12.07.1976 wurde im Beisein von Oberlandeskirchenrat Hans-Joachim Rauer, bislang Superintendent des Kirchenkreises Melle, als seine letzte Amtshandlung in seiner alten Wirkungsstätte das nach Plänen des Architekten Dipl.-Ing. Seewald vom Amt für Bau- und Kunstpflege der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers errichtete Gemeindehaus dicht bei der Marienkirche seiner Bestimmung übergeben. Somit war die feierliche Einweihung dieser Stätte der Begegnung ein echter Höhepunkt und Freudentag für die ganze Kirchengemeinde.Der vom Oberlandeskirchenrat gehaltene Gottesdienst in der Marienkirche erhielt durch die musikalische Umrahmung durch die Posaunenchöre Brockhausen-Rabber und Barkhausen, den MGV „Einigkeit“ Rabber und den Kirchenchor Brockhausen-Rabber eine festliche Note. Pastor Fritz-Wilhelm Renzelberg stellte seine Predigt unter den Schlussteil des Vaterunsers „…denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit“. Floskeln des Dankes genügten nicht, meinte der Geistliche. Dank gebühre dem Kirchenkreis Melle für seine Hilfe unter Zurückstellung anderer Bauvorhaben zugunsten des neuen Gemeindehauses. In seinen Dank schloss er das Amt für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche, den Landkreis Osnabrück, die Gemeinde Bad Essen und die Ortschaft Rabber für die finanzielle Hilfestellung ein. Renzelberg nannte den Bau wegen der hohen Eigenleistung ein echtes Gemeindehaus. Es sollte ein Beitrag dazu sein, dass Gottes Reich in der Gemeinde gebaut und das Wort Jesu Christi verkündigt werde.Nach Gebet und Segen begaben sich die Geistlichkeit, der Kirchenvorstand und die Gemeinde zum neuen Gemeindehaus zur eigentlichen, wiederum von den genannten und einem Instrumentalkreis der Pfadfinder umrahmten Einweihung. Oberlandeskirchenrat Rauer übergab im Auftrag der Ev.-luth. Landeskirche den Schlüssel zum Gemeindehaus an Pastor Renzelberg, der ihn wiederum an den Kirchenvorsteher Karl Hüsemann mit Glück- und Segenswünschen für alle, die im neuen Gemeindehaus ein und aus gehen, übergab.Heute gebe es manche neue Religionen, aber in diesem Durcheinander der Stimmen müsse deutlich werden, dass der gute Hirte, der uns nutze und zu uns stehe, uns durch das Leben führe und zum Ziel bringe, in diesem Haus weitervermittelt werden sollte, betonte Oberlandeskirchenrat Rauer. Man kennt heute viele Wege und Formen, um Menschen anzusprechen, wobei er besonders an die Jugend denke, die jetzt im Neubau eine feste Bleibe und ein festes Zuhause gefunden habe. In der Jugendarbeit sei viel Gutes getan worden, meinte Rauer, der der Hoffnung Ausdruck gab, dass das Haus auch fröhlichen Zwecken dienen möchte. Wichtig sei, dass die Gemeinde im Neubau die Stimme des guten Hirten höre, dann komme neuer Glanz und ein echter Sinn ins Leben der Gemeinde, dann erfolge auch die Vergebung und die Einsamkeit wiche. Es war sein Wunsch, dass von diesem Hause etwas an Strahlkraft in die Gemeinde ausströmen und es sich in beiden Kirchen und dem Pfarrhaus zu einem echten Mittelpunkt entwickeln möchte. Vor allem bereite es ihm Freude, dass am Ende seiner Tätigkeit im Kirchenkreis Melle die Einweihung dieses Gemeindehauses stehe. „So ist das Gemeindehaus dem Dienst an Gott geweiht, er heilige diese Stätte als Behausung Gottes in seinem Geist“, betonte Rauer abschließend. Als Zeichen und Symbol dafür, dass das neue Gemeindehaus im Zeichen des Kreuzes stehen soll, befestigte dann der Kirchenvorsteher Karl Hüsemann neben dem Portal ein großes gestiftetes Kreuz. Bei einem Empfang im Gemeindesaal hieß der Stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Rudolf Schoster, alle Gäste herzlich willkommen. Stellvertretender Landrat und Bürgermeister Dr. Hans Massmann übermittelte die Grüße und Glückwünsche des Landkreises Osnabrück sowie der Gemeinde Bad Essen und überreichte in beider Auftrag Präsente an Pastor Renzelberg. Dr. Massmann unterstrich u.a. die Notwendigkeit des Neubaus vor allem für die Jugendarbeit. Ortsbürgermeister Gerhard Greger übergab ein Geschenk der Ortschaft Rabber, und auch Geistliche benachbarter Kirchengemeinden überreichten zum Zeichen der Verbundenheit Präsente.

Rudolf Schoster