100 Jahre jung: Die Marienkirche Rabber

Frau Pastor trug immer Hut

Erinnerungen an die Konfirmandenzeit

Manche Erinnerungen an vergangene Zeiten und kleine Anekdoten mit früheren Amtsträgern überdauern die Zeiten. Anderes wird in Familien weitererzählt und auch Jubiläumskonfirmationen sind eine dankbare Gelegenheit, sich gemeinsam zu erinnern. So wird im-mer wieder Erzähltes zum Erinnerungsschatz einer Gemeinde.

Pastor Hempe
...         konnte so herrlich lachen."
...         trug immer eine große schwarze-graue Melone.Als Kinder hatten wir davor Angst."
...         beendete seine Predigten gern mit „Nun wohlan denn, treuer/frommer Christ.“
...         verabschiedete sich am Ende seiner Amtszeit, in dem er von Haus zu Haus ging."
...         sagte gern: „Meine liebe Frau und ich...“

„Frau Pastor Hempe trug immer Hut. Sie hatte einen besonderen mit einer Straußenfeder. Selbstverständlich saß sie in der Kirche in der Pastorenbank – vor den Kirchenvorstehern – und bevor sie sich setzte, grüßte sie nach allen Seiten. Frau Pastor Hempe kam aus einem vornehmen Haus."

Wann kommt man als normales Gemeindeglied mit dem Pastor näher in Kontakt außer ihn im Gottesdienst zu erleben? Das geschieht bei den so genannten Amtshandlungen wie Taufe, Trauung, Beerdigung und in besonderer Weise im Konfirmandenunterricht.

So berichten ehemalige Konfirmandinnen von Pastor Kasten, dass „Mädchen in Hosen für ihn Gift waren“. Egal wie kalt es war, zum Unterricht trug man bzw. Mädchen „Rock“. Einmal schickte er zwei Mädchen, die trotz Regen selbstverständlich mit dem Fahrrad aus Brockhausen gekommen waren, zu Tante Tina ins Pfarrhaus. „Die gibt euch trockene Strümpfe.“ Das wollten die beiden aber auf keinen Fall, denn sie fürchteten so kratzige altmodische Dinger.