Posaunenchor Barkhausen

Übungsabend: Donnerstags im Gemeindehaus Barkhausen um 20:00 Uhr.

Leitung: Martin Eickmeyer, Tel.: 05472 / 73785

Bläserwochenende in Tecklenburg am 16.+ 17. Februar 2019

„Probiers’s mal mit … nix hier Gemütlichkeit“

Posaunenchor Barkhausen/Linne ist erneut zu Gast in der DJH Tecklenburg

 

Ein traumhaft schönes Wochenende hatte sich der Posaunenchor Barkhausen/Linne ausgesucht, um zum insgesamt 30. Mal eine Wochenendfreizeit im schönen Tecklenburg zu verbringen. Was einst als Jungbläser-Wochenende begann, ist nunmehr seit 15 Jahren zu einem Event für den ganzen Chor geworden. Und so war auch in diesem Jahr die Teilnehmerzahl wieder erfreulich hoch.

Am Samstag Mittag (16.02.2019) brach man auf ins sonnige Tecklenburg. Dort wurden, nachdem die Betten bezogen waren, gleich die ersten Stücke geprobt, bevor es in die kurze Mittagspause ging. Der eigens zur Verfügung gestellte mehr oder weniger schallisolierte Kellerraum war fortan das Zuhause der Bläser und so konnte man sich neu einzuübenden Stücken widmen, ohne dass man Angst vor schiefen Tönen haben musste. Der Radetzky-Marsch von Johann Strauß, einigen auch bekannt aus einer etwas älteren Werbung für einen marschierenden Maiskolben, war das erste Stück, was neu erlernt wurde und sofort zum (für die meisten positiven) Ohrwurm wurde. Eine deutlich größere Herausforderung war dann das Werk „Danke für diesen guten Morgen“ in einer neumodernen Fassung. Aber am Ende des Tages saß auch dieses Stück. Zum Abend hin wurde der Dschungelbuch-Klassiker „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ angestimmt als Einleitung auf den gemütlichen Teil des Abends, der spät begann, weil man fleißig bis 20 Uhr geprobt hatte, und für einige wenige doppelkopf-verrückte Bläser auch spät endete.

So musste sich der ein oder andere Bläser am nächsten Morgen mit einer ordentlichen Koffeindosis der Strapazen des gestrigen Tages entledigen, dann aber wurde nach gemein-samen Frühstück das tags zuvor Gelernte aufgefrischt und alte Klassiker wieder hervorgeholt. Das Bläser-Wochenende endete mit einem gemeinsamen abschließenden Mittagessen, bevor es zurück in die Heimat ging.

Ein großes Dankeschön des gesamten Chores geht zum Einen an das Team der Jugend-herberge Tecklenburg für die ausgezeichnete Betreuung und zudem intern an den Organisator Thomas Glameyer sowie an den Chorleiter Martin Eickmeyer, der eine Lieder-auswahl zusammengestellt hatte, die zwar auch fordernd war, aber vor allem eines brachte: Spaß am Musizieren! Dem Chorleiter war jedoch auch ab und an anzumerken, dass es nicht immer so einfach ist, eine Horde Bläser fast zwei Tage bei Laune zu halten.

Fazit: Viele neue Stücke gelernt, alte wieder aufleben lassen, viel Spaß gehabt… Bläserherz, was willst mehr?

 Mathias Fricke

2014 : Jubiläum: 25. Bläserwochenende

Eine Geburtstagstorte gab es für das 25. Bläserwochenende des Posaunenchores Barkhausen.

2014 kann der Posaunenchor 110 Jahre bestehen feiern!

Die Geschichte des Chors begann vor mittlerweile fast 110 Jahren: Der damalige Lehrer Kettler wurde erster Chorleiter. Nachdem mit großem Engagement die ersten Töne gelernt wurden, ließen öffentliche Auftritte nicht lange auf sich warten. Damals war der Einsatz des Posaunenchores allerdings noch auf die hohen Festtage im Kirchenjahr beschränkt, berichtet die Chronik. Schneidermeister August Helms übernahm später das Dirigentenamt von Lehrer Kettler. Mittlerweile umfasste das Repertoire des Chores auch Märsche und weltliche Lieder. Auch unter dem Dirigenten Gerd Teckemeyer änderte sich an dieser Einstellung nichts. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stieß eine größere Anzahl junger Bläser zum Chor. Ein neues Tenorhorn kostete damals sechs Pfund Speck, einen Eimer Rübenkraut und 50 Reichsmark. Notenständer kannte man noch nicht. Bei den donnerstäglichen Übungsabenden saßen die Bläser auf den Pulten der Schulbänke und hielten die Notenblätter in der Hand. Die Einsätze während der Gottesdienste erhöhten sich spürbar, nachdem Lehrer Schröder die Leitung übernommen hatte. Die Einweihung der Friedhofskapelle wurde vom Posaunenchor unter der Leitung von Karl-August Spieker begleitet. Ihm folgte als Chorleiter Leo Preiß, während dessen Tätigkeit der Posaunenchor sein 75-jähriges Jubiläum feiern konnte. Erst Ende der 70er Jahre wurde dann erstmals auch die holde Weiblichkeit als Chormitglied zugelassen. Das ist dem Chor ausgezeichnet und aus heutiger Sicht gut bekommen und mittlerweile überall eine Selbstverständlichkeit. Seit mehr als 25 Jahren leitet mittlerweile Martin Eickmeyer den Posaunenchor Barkhausen. Manche Mitglieder sind schon seit einigen Jahrzehnten dabei. Daneben werden zurzeit fünf Jungbläser ausgebildet. Der Posaunenchor präsentiert sich dergestalt als generationenübergreifende Gemeinschaft. Gestützt auf rein ehrenamtliches Engagement, wird so das Motto "Lobet den Herren mit Posaunen" seit 109 Jahren aktiv gelebt, und das soll auch in Zukunft so gehandhabt werden.

 

 


25 Jahre im Dienste der Posaunen

Zu seinem 25-jährigen Chorleiterjubiläum konnte Martin Eickmeyer im Rahmen eines Gottesdienstes am 16. September 2012 zahlreiche Glückwünsche entgegennehmen.

Als dienstältester Bläser bedankte sich Helmut Wilker im Namen der Posaunenchormitglieder mit einer kleinen Laudatio:
Martin Eickmeyer trat 1982 dem Posaunenchor bei und unterstützte zunächst die 1. und 2. Stimme. Neugier und Fleiß führten ihn dann aber auch durch die anderen Stimmenlagen. „Martin ist somit einer der wenigen Bläser, die alle vier Bläserstimmen beherrschen“, betonte Helmut Wilker.
Als 1987 ein neuer Chorleiter gesucht wurde, war Martin Eickmeyer sofort im Gespräch und übernahm als siebter Chorleiter in der fast 110-jährigen Geschichte des Posaunenchores Barkhausen das Dirigentenpult. Eigenes Engagement und der Respekt des Chores waren vorhanden; die mangelnde Erfahrung am Anfang konnte schnell durch die Teilnahme an Lehrgängen ausgeglichen werden.
Durch die zahlreichen Einsätze und die notwendige Vorbereitung erfordert die Posaunenchorleitung viel Zeit. Helmut Wilker bedankte sich unter lautem Beifall auch ausdrücklich bei Martin Eickmeyers Frau Silke, die ihn in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit unterstützt. Mit seinem Zwillingsbruder Fred hat der Jubilar zudem zahlreiche Jungbläser ausgebildet, so dass heute alle Altersstufen im Chor vertreten sind.
Martin Eickmeyers Zuverlässigkeit, Konstanz, Hilfsbereitschaft und Optimismus prägen sein Wirken im Posaunenchor bis heute. Dabei behielt er auch die Verkündigung als Aufgabe eines christlichen Posaunenchors ständig im Hinterkopf.
„Wenn eine kleine Gemeinde einen so lebendigen Posaunenchor hervorbringt und erhält, dann gelingt das nur, wenn der Chorleiter sich freiwillig über das notwendige Maß hinaus engagiert. Und solltest du einmal keine Zeit haben, vertritt Dich dein Zwillingsbruder Fred zuverlässig, so dass es ein Außenstehender nicht einmal mitbekommt. Wir haben mit Martin als Chorleiter großes Glück“, hob Helmut Wilker hervor und überreichte ein kleines Erinnerungspräsenz an den Jubilar und seinen Bruder Fred.
Freuen sich mit Ihrem langjährigem Chorleiter: die Mitglieder der Posaunenchores Barkhausen (auf der Treppe). Vor der Treppe von links: Fred Eickmeyer, Jungbläser Kevin Eickmeyer, Pastorin Monika Stallmann, Ehefrau Silke Eickmeyer, Jubilar Martin Eickmeyer und Laudator Helmut Wilker. Foto: Fritz BöhningIm Namen der Landeskirche bedankte sich Landesposaunenwart Christian Fuchs herzlich bei Martin Eickmeyer und betonte: „Dass sich jemand 25 Jahre in so eine Pflicht nehmen lässt, ist heute nicht mehr selbstverständlich!“

Pastorin Stallmann bedankte sich im Namen der Kirchengemeinde ebenfalls mit einem Blumengruß und lud zu einem kleinen Jubiläumsumtrunk im Anschluss an den Gottesdienst ein.