Posaunenchor Barkhausen

Übungsabend: Donnerstags im Gemeindehaus Barkhausen um 20:00 Uhr.

Leitung: Martin Eickmeyer, Tel.: 05472 / 73785


Grillen des Posaunenchores Barkhausen in Linne

„Ein rundum gelungener Abend in malerischer Atmosphäre“

Eine lieb gewordene Tradition des Posaunenchores Barkhausen ist das alljährliche Grillen mit den Familien des Chores. Dabei ist es Brauch, dass als Veranstaltungsort das Eigenheim eines Posaunenchormitgliedes dient. Abwechselnd dürfen sich dabei Barkhauser und Linner Chormitglieder für die Ausrichtung dieses Familienevents bewerben.
In diesem Jahr machte die Familie Niemeyer das Rennen und begrüßte den Chor Anfang August in ihrem Garten. Das vom Chor entgegengebrachte Vertrauen, dass erstmals ein Jungbläser Ausrichter des Grillfestes sein durfte, konnte dabei in vollem Umfang gerechtfertigt werden. Als die Gäste nach und nach auf dem Anwesen der Familie Niemeyer in Linne eintrudelten, wurden sie herzlich von der Gastgeberfamilie begrüßt und sofort mit kalten Getränken versorgt.
Doch die Gemütlichkeit hielt nicht lange an. Chorleiter Martin Eickmeyer bat freundlich, aber bestimmt darum, sich am aufgebauten Notenständer einzufinden, um die anwesenden Familien des Chores mit einem kleinen Medley von eingeübten Stücken zu erfreuen. Das „Vorabblasen“ vor dem eigentlichen Grillen hat dabei seit einigen Jahren Tradition. Die Variante des stetigen Wechsels zwischen Musizieren und kühlen Getränken hat sich bei einem Grillfest vor vielen Jahren als nicht zweckmäßig erwiesen und führt beim Chorleiter, darauf angesprochen noch heute zu schmerzverzerrten Gesichtsausdrücken.
Bei den anschließend dargebotenen Liedern war für alle etwas dabei: Ob fröhlich oder melancholisch, altbekannte Volkslieder oder neumoderne Stücke… die Blechbläser gaben ihr bestes und wurden durch den Applaus ihrer Angehörigen dafür belohnt. Besonders die bei der Bläserfreizeit eingeübten Stücke fanden dabei großen Anklang. Ob der Chorleiter beim allseits bekannten Stück „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Dschungelbuch am Boden liegend den schlafenden Bär Baloo imitieren wollte oder aber sich vor Lautstärke des mit Inbrunst vorgetragenen Stückes in Sicherheit bringen wollte, konnte nicht abschließend geklärt werden. Mit dabei waren auch drei Jungbläserinnen und Jungbläser. Die vielen Übungsstunden in den letzten Wochen und Monaten haben sich dabei bezahlt gemacht, denn sie konnten schon eine Vielzahl an Stücken mitblasen. Und man staunte nicht schlecht, als Jungbläser Finn-Luis Böhning bei einem Stück sogar die Oberstimme blies und dafür Sonderapplaus erhielt.
Dann aber ging es endlich zum gemütlichen Teil des Abends über und Grillmaster Thomas Glameyer befüllte den Grill mit Fleischleckereien vom Hof Schoster und kleinen Fisch-päckchen, die Anita Langenkamp gezaubert hatte. Dazu gab es selbst gemachte Salate und frisch gebackenes Brot. Ein Anblick, der jedem Cateringservice die Freudentränen in die Augen getrieben hätte.
Die Gastgeberkinder Timo und Lena erwiesen sich unterdessen als fleißige Zapfkönige und sorgten dafür, dass kein Gast mit Vertrocknungssymptomen aufgeben musste. Neben den aktuellen Chormitgliedern samt Anhang war auch die Altersabteilung des Chores anwesend. Leo Preiß und Fritz Wilker, beides langjährige Mitglieder des Chores waren zusammen mit ihren Frauen der Einladung dankend gefolgt und freuten sich sichtlich über nette Gespräche mit alten Weggefährten des Chores.
Alles im allem war es ein rundum gelungener Abend bei gutem Wetter (die wenigen Regentropfen störten nicht wirklich), ausgezeichneter Musik und leckerem Essen. Ausdrücklich gelobt wurde von vielen das Ambiente in dem riesigen wunderschön angelegten Garten. Auch die vielfältigen Sitzgelegenheiten wurden herausgehoben. Ob romantisch unter dem von innen beleuchteten Sternzelt oder rustikal auf der Fachwerkdiele, es war für alle etwas dabei. Da schmeckte die Bratwurst gleich doppelt so gut, war eines der Statements, die man von den Besuchern hören konnte. Fazit des Abends: Es hat allen sehr viel Spaß gemacht und die Niemeyer waren ausgezeichnete Gastgeber. Auch wenn zu späterer Stunde desöfteren mal der Wunsch laut wurde, das Grillen doch in jedem Jahr bei den Niemeyers zu veranstalten, wird es turnusmäßig im nächsten Jahr wieder im nicht weniger malerischen Barkhausen stattfinden.

Mathias Fricke

 


Ein Posaunenchor, in dem man sich wohlfühlen muss

 

31.03.2019 -  Boßelgang als neuerlicher Beweis für die Wohlfühlatmosphäre

 

Ein handelsüblicher Posaunenchor hat im Wesentlichen die Aufgabe, Menschen mit ihrem musikalischen Können zu erfreuen, sei es in den Gottesdiensten in der Kirche, bei runden Geburtstagen, im Altenheim, usw. Der Posaunenchor Barkhausen/Linne ist aber nicht wirklich ein solch handelsüblicher Posaunenchor.

Hier wird neben dem musikalischen Können, was natürlich in überdurchschnittlichem Maße vorhanden ist, viel Wert darauf gelegt, dass neben dem gemeinsamen Blasen auch das Miteinander stimmt. Dafür reicht es aber nicht aus, dass man sich während der Übungsabende freundlich begrüßt, dem Nebenmann die richtige Seitenzahl für das nächste Stück ansagt oder nicht aktiv versucht, beim Musizieren das Instrument des anderen zu touchieren.

So ist der Posaunenchor Barkhausen/Linne dafür bekannt, mit gemeinsamen Aktivitäten zusammen mit den Partnerinnen und Partnern die Stimmung im Chor kontinuierlich hoch zu halten. Ein paar Beispiele: Nach jedem Übungsabend wird der benachbarte Gastwirt aufgesucht, um beim Knobeln und dem ein oder anderen Kaltgetränk das zuvor Erlernte in Geprächen inhaltlich zu vertiefen. Sehr großen Zuspruch fand auch der vor Kurzem getätigte Besuch in einer Brauerei. In jedem Jahr wird zudem ein gemeinsames Grillen bei einem Chormitglied organisiert. Es gibt etliche solcher Beispiele…

Am vergangenen Sonntag (31.03.2019) wurde diese Reihe der Aktivitäten nun durch einen gemeinsamen Boßelgang erweitert. Ein Trupp von über zwanzig Boßelverrückten rückte ins Brockhauser Bruch vor und versuchte sich am lustigen Kugelrollen. Da die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer das Wort Boßeln zum ersten Mal hörte, war die sportliche Leistung durchaus überschaubar. Aber darum ging es an diesem Nachmittag auch nicht, denn der Spaß stand deutlich im Vordergrund und den hatten alle doch reichlich. Zwei Teams rollten dabei abwechselnd das Spielgerät über den huckeligen Untergrund. Das ein oder andere Pläuschchen mit dem Nebengänger sorgte zudem für eine angenehme Wanderatmosphäre.

Abschließend wurden die soeben abtrainierten Pfunde bei einem gemeinsamen Essen im italienischen Restaurant „Il Cavallino“ natürlich sofort wieder hinzugefügt.

Alles in allem war ein rundum gelungener Nachmittag, der allen sehr viel Spaß bereitet hat. Ein Dank gilt der Organisatorin Hannelore Brokamp, die die Boßelneulinge in die Welt des Boßelns einführte und in dem Kugelwirrwarr den Überblick behielt.

(Mathias Fricke)

 


Bläserwochenende in Tecklenburg am 16.+ 17. Februar 2019

„Probiers’s mal mit … nix hier Gemütlichkeit“

Posaunenchor Barkhausen/Linne ist erneut zu Gast in der DJH Tecklenburg

 

Ein traumhaft schönes Wochenende hatte sich der Posaunenchor Barkhausen/Linne ausgesucht, um zum insgesamt 30. Mal eine Wochenendfreizeit im schönen Tecklenburg zu verbringen. Was einst als Jungbläser-Wochenende begann, ist nunmehr seit 15 Jahren zu einem Event für den ganzen Chor geworden. Und so war auch in diesem Jahr die Teilnehmerzahl wieder erfreulich hoch.

Am Samstag Mittag (16.02.2019) brach man auf ins sonnige Tecklenburg. Dort wurden, nachdem die Betten bezogen waren, gleich die ersten Stücke geprobt, bevor es in die kurze Mittagspause ging. Der eigens zur Verfügung gestellte mehr oder weniger schallisolierte Kellerraum war fortan das Zuhause der Bläser und so konnte man sich neu einzuübenden Stücken widmen, ohne dass man Angst vor schiefen Tönen haben musste. Der Radetzky-Marsch von Johann Strauß, einigen auch bekannt aus einer etwas älteren Werbung für einen marschierenden Maiskolben, war das erste Stück, was neu erlernt wurde und sofort zum (für die meisten positiven) Ohrwurm wurde. Eine deutlich größere Herausforderung war dann das Werk „Danke für diesen guten Morgen“ in einer neumodernen Fassung. Aber am Ende des Tages saß auch dieses Stück. Zum Abend hin wurde der Dschungelbuch-Klassiker „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ angestimmt als Einleitung auf den gemütlichen Teil des Abends, der spät begann, weil man fleißig bis 20 Uhr geprobt hatte, und für einige wenige doppelkopf-verrückte Bläser auch spät endete.

So musste sich der ein oder andere Bläser am nächsten Morgen mit einer ordentlichen Koffeindosis der Strapazen des gestrigen Tages entledigen, dann aber wurde nach gemein-samen Frühstück das tags zuvor Gelernte aufgefrischt und alte Klassiker wieder hervorgeholt. Das Bläser-Wochenende endete mit einem gemeinsamen abschließenden Mittagessen, bevor es zurück in die Heimat ging.

Ein großes Dankeschön des gesamten Chores geht zum Einen an das Team der Jugend-herberge Tecklenburg für die ausgezeichnete Betreuung und zudem intern an den Organisator Thomas Glameyer sowie an den Chorleiter Martin Eickmeyer, der eine Lieder-auswahl zusammengestellt hatte, die zwar auch fordernd war, aber vor allem eines brachte: Spaß am Musizieren! Dem Chorleiter war jedoch auch ab und an anzumerken, dass es nicht immer so einfach ist, eine Horde Bläser fast zwei Tage bei Laune zu halten.

Fazit: Viele neue Stücke gelernt, alte wieder aufleben lassen, viel Spaß gehabt… Bläserherz, was willst mehr?

 Mathias Fricke


2014 : Jubiläum: 25. Bläserwochenende

Eine Geburtstagstorte gab es für das 25. Bläserwochenende des Posaunenchores Barkhausen.

2014 kann der Posaunenchor 110 Jahre bestehen feiern!

Die Geschichte des Chors begann vor mittlerweile fast 110 Jahren: Der damalige Lehrer Kettler wurde erster Chorleiter. Nachdem mit großem Engagement die ersten Töne gelernt wurden, ließen öffentliche Auftritte nicht lange auf sich warten. Damals war der Einsatz des Posaunenchores allerdings noch auf die hohen Festtage im Kirchenjahr beschränkt, berichtet die Chronik. Schneidermeister August Helms übernahm später das Dirigentenamt von Lehrer Kettler. Mittlerweile umfasste das Repertoire des Chores auch Märsche und weltliche Lieder. Auch unter dem Dirigenten Gerd Teckemeyer änderte sich an dieser Einstellung nichts. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stieß eine größere Anzahl junger Bläser zum Chor. Ein neues Tenorhorn kostete damals sechs Pfund Speck, einen Eimer Rübenkraut und 50 Reichsmark. Notenständer kannte man noch nicht. Bei den donnerstäglichen Übungsabenden saßen die Bläser auf den Pulten der Schulbänke und hielten die Notenblätter in der Hand. Die Einsätze während der Gottesdienste erhöhten sich spürbar, nachdem Lehrer Schröder die Leitung übernommen hatte. Die Einweihung der Friedhofskapelle wurde vom Posaunenchor unter der Leitung von Karl-August Spieker begleitet. Ihm folgte als Chorleiter Leo Preiß, während dessen Tätigkeit der Posaunenchor sein 75-jähriges Jubiläum feiern konnte. Erst Ende der 70er Jahre wurde dann erstmals auch die holde Weiblichkeit als Chormitglied zugelassen. Das ist dem Chor ausgezeichnet und aus heutiger Sicht gut bekommen und mittlerweile überall eine Selbstverständlichkeit. Seit mehr als 25 Jahren leitet mittlerweile Martin Eickmeyer den Posaunenchor Barkhausen. Manche Mitglieder sind schon seit einigen Jahrzehnten dabei. Daneben werden zurzeit fünf Jungbläser ausgebildet. Der Posaunenchor präsentiert sich dergestalt als generationenübergreifende Gemeinschaft. Gestützt auf rein ehrenamtliches Engagement, wird so das Motto "Lobet den Herren mit Posaunen" seit 109 Jahren aktiv gelebt, und das soll auch in Zukunft so gehandhabt werden.

 

 


25 Jahre im Dienste der Posaunen

Zu seinem 25-jährigen Chorleiterjubiläum konnte Martin Eickmeyer im Rahmen eines Gottesdienstes am 16. September 2012 zahlreiche Glückwünsche entgegennehmen.

Als dienstältester Bläser bedankte sich Helmut Wilker im Namen der Posaunenchormitglieder mit einer kleinen Laudatio:
Martin Eickmeyer trat 1982 dem Posaunenchor bei und unterstützte zunächst die 1. und 2. Stimme. Neugier und Fleiß führten ihn dann aber auch durch die anderen Stimmenlagen. „Martin ist somit einer der wenigen Bläser, die alle vier Bläserstimmen beherrschen“, betonte Helmut Wilker.
Als 1987 ein neuer Chorleiter gesucht wurde, war Martin Eickmeyer sofort im Gespräch und übernahm als siebter Chorleiter in der fast 110-jährigen Geschichte des Posaunenchores Barkhausen das Dirigentenpult. Eigenes Engagement und der Respekt des Chores waren vorhanden; die mangelnde Erfahrung am Anfang konnte schnell durch die Teilnahme an Lehrgängen ausgeglichen werden.
Durch die zahlreichen Einsätze und die notwendige Vorbereitung erfordert die Posaunenchorleitung viel Zeit. Helmut Wilker bedankte sich unter lautem Beifall auch ausdrücklich bei Martin Eickmeyers Frau Silke, die ihn in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit unterstützt. Mit seinem Zwillingsbruder Fred hat der Jubilar zudem zahlreiche Jungbläser ausgebildet, so dass heute alle Altersstufen im Chor vertreten sind.
Martin Eickmeyers Zuverlässigkeit, Konstanz, Hilfsbereitschaft und Optimismus prägen sein Wirken im Posaunenchor bis heute. Dabei behielt er auch die Verkündigung als Aufgabe eines christlichen Posaunenchors ständig im Hinterkopf.
„Wenn eine kleine Gemeinde einen so lebendigen Posaunenchor hervorbringt und erhält, dann gelingt das nur, wenn der Chorleiter sich freiwillig über das notwendige Maß hinaus engagiert. Und solltest du einmal keine Zeit haben, vertritt Dich dein Zwillingsbruder Fred zuverlässig, so dass es ein Außenstehender nicht einmal mitbekommt. Wir haben mit Martin als Chorleiter großes Glück“, hob Helmut Wilker hervor und überreichte ein kleines Erinnerungspräsenz an den Jubilar und seinen Bruder Fred.
Freuen sich mit Ihrem langjährigem Chorleiter: die Mitglieder der Posaunenchores Barkhausen (auf der Treppe). Vor der Treppe von links: Fred Eickmeyer, Jungbläser Kevin Eickmeyer, Pastorin Monika Stallmann, Ehefrau Silke Eickmeyer, Jubilar Martin Eickmeyer und Laudator Helmut Wilker. Foto: Fritz BöhningIm Namen der Landeskirche bedankte sich Landesposaunenwart Christian Fuchs herzlich bei Martin Eickmeyer und betonte: „Dass sich jemand 25 Jahre in so eine Pflicht nehmen lässt, ist heute nicht mehr selbstverständlich!“

Pastorin Stallmann bedankte sich im Namen der Kirchengemeinde ebenfalls mit einem Blumengruß und lud zu einem kleinen Jubiläumsumtrunk im Anschluss an den Gottesdienst ein.